Gestern, am 4. November, fahren wir etwa um 3:00 Uhr nachmittags aus Mexico City ab Richtung Puebla, hier in der Nähe ist das Hotel, die Site, in Atlixco, wo das Treffen stattfindet. Um aus Mexiko-City heraus zu kommen mit einem Bus, der sehr alt ist und voll beladen wird, dauert das mindestens schon mal 1 Stunde. Insgesamt sind wir 4 Stunden unterwegs und kommen um 19:30 Uhr an. Das Hotel ist eine ehemalige Fabrik-Gelände mit riesigen langen fluchtartigen Sälen und Räumen, Gängen und großen Zimmern. Am nächsten Morgen ein freudiges Frühstück mit all den Männern und Frauen. Ich rede mit einem der Männer mit so einer dunkelhäutigen sehr netten Frau über die Vergangenheit über den Holocaust und merken, wie schwierig es ist, sich hier sinnvoll auszutauschen. Er ist übrigens Jude. Ich gehe ein wenig spazieren durch die riesige Park – ähnliche Anlage und fühle, wie mein Inneres durcheinander ist. Ich fühle mich wie einen kleinen Jungen in mir. Ich bin im Inneren durcheinander und ich kann es so lassen. Eine Lösung ist im Augenblick nicht in Sicht. Reuel, der mir lieb gewonnene Bruder, sagt mir etwas über Vergebung. Es nicht vergeben ist das Gift und zu vergeben ist meine Entscheidung.

Vom Hotel, ehemalige Fabrik-Anlage wie gesagt, werde ich einige Fotos hier noch hineinstellen. Es ist sehr schön hier zu sein. Und vielleicht ist es auch gut, dass ich meine innere Befindlichkeit mit Konfusion, Schmerz, Trauer und Wut fühle. Es ist meins, daran gibt es keinen Zweifel.

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